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  Dezember 2019
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WENN WIR ERST TANZEN

 

BRD 2018, 93 Min, Regie: Dirk Lienig, Dirk Heth, Olaf Winkler
Kamera: Dirk Heth u.a.
Musik: Hanno Busch
Mitwirkende: Silke Lindner, Angela Schuster, Janina Gräser, Dorit & Carsten Baumeister, Olaf Bänsch, Martin Rattke
Sprecher: Uwe Mann

 

 

 

Niemand kann uns nehmen, was wir getanzt haben

 

Hoyerswerda schrumpft, viele gehen weg. Einer aber kommt zurück und initiiert das Projekt „Eine Stadt tanzt“. Die Proben zu „Le Sacre du Printemps“ begleiten das Nachdenken über Opfer, die wir heute bringen. Biografien mit Brüchen werden zu eindrucksvollen Tanzszenen: Der Beweis, dass man Agonie überwinden und das Leben zum Tanzen bringen kann.
Der Film begleitet den aus Hoyerswerda stammenden Dirk Lienig, Ballett- und einstiger Solotänzer, Choreograf und Regisseur, in einem persönlichen Protokoll beim Aufbau der Tanzcompagnie und im Probenprozess. Beim Tanzen öffnen sie sich: Menschen, die ihren Platz in der Gesellschaft neu bestimmen müssen – in einer Region, deren Wandel sich bislang kaum positiv bemerkbar macht. Eine
Architektin, die heute den Rückbau plant. Ein Fernfahrer, der immer unterwegs war und nun ankommen muss. Eine wissenschaftliche Angestellte im ungeliebten Job. Eine Ergotherapeutin, die unter dem Druck einer zunehmend sozial schwachen Klientel leidet. Eine Ärztin, die fast nur noch Rentner behandelt ... Neu anfangen oder auf Sicherheit setzen? Weggehen oder bleiben und hoffen, dass der Aufschwung doch noch kommt? Am Ende erfinden sie sich und ihre Stadt zur kraftvollen Musik von Strawinsky auf mitreißende Art neu.

(Grit Lemke / Filmfestival Cottbus)

 



Do 17.10. 19 Uhr
Film&Gespräch -
Nach dieser Vorstellung findet ein Gespräch mit dem Regisseur Dirk Lienig und Mitwirkenden statt.
Moderation: Michael Apel

Fr 18.10. 19.30 Uhr
Sa 19.10. 17.30 Uhr
So 20.10. 19 Uhr