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OBENKINO erhält Kinopreis des Deutschen Kinematheksverbundes


Die Jury des Kinopreises des Deutschen Kinematheksverbundes hat uns einen 1. Preis in der Kategorie: „Kino, das wagt!“ zugesprochen. Ausgezeichnet wurden Programme, die neue filmästhetische Perspektiven anbieten. Dies umfasst die Präsentation filmkünstlerischer Werke abseits des Mainstreams sowie der verschiedensten Genres. Nicht zuletzt wurden auch innovative Ansätze in Programmstruktur und die Präsentationsformen gewürdigt.

Darüber freuen wir uns sehr.

Aufgrund der aktuellen Situation wird das für den Zeitraum vom 20.01. bis 29.01.2021 geplante BRITISH SCHOOL FILM FESTIVAL #14 voraussichtlich Ende August/Anfang September 2021 stattfinden.

cinefete 21

Das 21. französische Jugendfilmfestival auf Tournee, geplant vom 01.03. bis 10.03.2021 wird verschoben.
Ein neuer Termin wird demnächst bekannt gegeben.



Kinostart geplant am 08.04.

Verschoben in 2021
Vernissage-Film-Konzert

Verschoben in 2021
Literatur&Gespräch






präsentiert




 SOKO STEIDLE 
played Duke Ellington



Rudi Mahall - bcl,
Henrik Walsdorff
- as,
Jan Roder - b,
Oliver Steidle - dr


"Sie spielen zusammen wie die Teufel und swingen wie Motherfucker."

(Alexander von Schlippenbach)



Wo Ellington draufsteht sollte auch Ellington drin sein. Die vierköpfige Sonderkommission Soko Steidle schrieb diesen elektrisierenden Namen auf das Cover und weckt dadurch natürlich die Aufmerksamkeit des Jazzhörers auf eine andere Interpretation der Musik des Komponisten Duke Ellington. Ein Blick auf die Playlist im Booklet und der Blick auf die Kompositionen zeigt allerdings eine andere Betrachtungsmöglichkeit auf die Musik von Duke Ellington. Oliver Steidle, Rudi Mahall, Jan Roder und Henrik Walsdorff übersetzten die Titel lautmalerisch und mit bemerkenswerten Neubezeichnungen, der kompositorische Inhalt wurde, vorsichtig formuliert, modifiziert – aus „Caravan” wurde „Wohnwagen”, aus „Mood indigo” wurde „Mut Indigo”. Doch was ist mit „Felse mich im Rhythmus” („Rockin’ in rhythm”?) oder mit „Baumwoll Peter Mann”? Faszinierend, wie das Quartett am heiligen Sockel eines Jazzdenkmals kratzt, ohne es in seiner Gesamtheit in Frage zu stellen. Wenn man den Namen Ellington einmal ausblendet, bietet sich das Bild einer Verwandlung, deren durch Franz Kafka negativ besetzte Bedeutung bei Soko Steidle eine neue Form der Interpretation gewährleistet. Nichts ist mehr (Ellington-)Original, aber auch nichts epigonal. Zwischen den Tönen tritt SOKO Steidle der Meinung entgegen, musikalische Variationen auch ohne bewusste Nähe zum eigentlichen Urheber seien zum Scheitern verurteilt.

Klaus Hübner



Soko Steidle - ln A Sentimental Mut

Augen auf beim Plattenkauf! Die Vergangenheitsform ist bei “Soko Steidle played Ellington” (Jazzwerkstatt/Records) wichtig, denn natürlich haben Oliver Steidle, Rudi Mahall, Jan Roder und Henrik Walsdorff irgendwann mal Ellington gespielt – auf dieser Platte allerdings nicht. “Wir wollten die Platte so nennen, als ob wir Ellington gespielt hätten”, sagt Schlagzeuger Steidle über den Berliner Vierer, der den Schalk im Nacken hat. Es soll aber durchaus auch eine kleine Spitze in die Richtung der Kollegen sein, die nur noch Interpreten sind. Wir spielen nach wie vor unsere eigene Musik.”
Der schräge Humor zieht sich durch sämtliche Songtitel Von “In A Sentimental Mut” über “Flush Life” oder “Felse mich im Rhythmus” (krude Übersetzung von “Rockin’in Rhythm”) handelt es sich durchweg um Originale der Soko Steidle. “Der Sound der Band definiert sich darüber, dass wir seit ungefähr zehn Jahren genau in der Besetzung spielen”, findet Oliver Steidle. “Dadurch entwickeln sich Dinge, die intuitiv passieren. Mit Jan Roder kann ich den Rhythmus so strecken, dass es sich anhört, als ob wir schneller oder langsamer würden – es bleibt aber nicht auszurechnen, und das ist wichtig.” Roders zerrender Bass und die sich aneinander reibenden Klänge von (Bass-)Klarinettist Mahall und Altist Walsdorff sind die Zutaten dieser Musik. “Es geht darum, aus dem Nichts Strukturen zu erfinden”, meint Steidle. “Wir wollen nicht möglichst präzise und perfekt sein – Empathie, Einfühlungsvermögen und Zuhören können spielen bei uns die Hauptrolle.”

Text Rolf Thomas

 

Mo 21.09. 20 Uhr


Eintritt: 15 € und 12 € ermäßigt.
Die Konzerte im Glad House Cottbus werden durch den Musikfonds e.V.
mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung
für Kultur und Medien gefördert.

Die Veranstaltung findet im OBENKINO/Jugendkulturzentrum Glad House,
Straße der Jugend 16, in Cottbus, statt.