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  Dezember 2018
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1000 ARTEN
REGEN ZU BESCHREIBEN


BRD 2017, 91 Min, FSK: ab 12 Jahren
Regie: Isa Prahl
Kamera: Andreas Köhler
Musik: Volker Bertelmann aka Hauschka
DarstellerInnen: Bibiana Beglau, Bjarne Mädel, Emma Bading, Janina Fautz und Louis Hofmann

 

Seit vielen Wochen ist die Tür zu: Mike, gerade 18 geworden, hat sich eingeschlossen. Er ist nicht krank. Er hat sich bewusst dazu entschieden, am Leben draußen nicht mehr teilzunehmen.
Die Eltern Susanne und Thomas sowie Schwester Miriam stehen buchstäblich vor seiner Tür – warten, fragen, fordern, flehen,
rasten aus, verzweifeln, beschuldigen, ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür zwischen ihnen und Mike mehr und mehr zum Spiegel ihrer eigenen Geschichten. Je mehr sie nach Mikes Gründen forschen oder vor ihrer eigenen Ohnmacht fliehen, desto deutlicher werden ihnen ihre eigenen Verkettungen mit einem Leben, das sie nie wirklich hinterfragt haben und das sie dem entsprechend nie wirklich bewusst angenommen haben.
Mikes jüngere Schwester Miriam, die auch gerade mit den Herausforderungen und Zumutungen des Erwachsenwerdens konfrontiert wird, scheint ihren Bruder zu verstehen.
Von ihrer Arbeit assimilierte Eltern taugen nicht mehr als Vorbilder für ein Leben. Das macht es Jugendlichen nicht leicht ihren Weg zu finden. Am Ende erkennen alle drei, dass sie es sind, die Mikes Zurückgezogensein erst ermöglichen und dass sie Mike helfen müssen, damit er noch einmal ganz für sich in die Welt finden kann.

 

„1000 ARTEN REGEN ZU BESCHREIBEN“ bezieht sich auf das japanische Phänomen Hikikomori, das sich zunehmend auch in Westeuropa verbreitet. In Japan soll es bereits mehr als 1 Millionen Jugendliche geben, die sich von der Gesellschaft zurückziehen und sich über Wochen, manchmal Monate und sogar Jahre in ihr Zimmer einschließen. Die Gründe liegen zumeist in einem Gefühl der Überforderung, in der Versagensangst, den Erwartungen und Verantwortlichkeiten des Erwachsenenlebens nicht standhalten zu können. Leistungsdruck, sozialer Druck, aber auch Entscheidungsdruck in einer Fülle an Möglichkeiten drängen die Jugendlichen in dieser Phase der Selbstfindung schließlich in die Isolation.

 

 

Do 26.04. 19.30 Uhr
Sa 28.04. 18 Uhr
Sa 28.04. 20 Uhr
So 29.04. 18 Uhr
So 29.04. 20 Uhr
Mo 30.04. 18.30 Uhr
Mo 30.04. 20.30 Uhr
Di 01.05. 19.30 Uhr