Schule ins Kino
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Interkulturelle Woche 2018 | Film&Gespräch



TRUE WARRIORS



BRD/Afghanistan 2017, 93 Min
original version with German subtitles - Original mit deutschen Untertiteln
Regie: Ronja von Wurmb-Seibel, Niklas Schenck

 

Kabul, 11. Dezember 2014. Bei der Premiere eines Theaterstücks über Selbstmordanschläge sprengt sich ein 17 Jahre alter Junge in die Luft. Manche Zuschauer klatschen zunächst – sie halten die Explosion für eine besonders realistische Inszenierung. Erst als Panik ausbricht, verstehen sie, was passiert ist. Der Dokumentarfilm TRUE WARRIORS erzählt die Geschichte der SchauspielerInnen und MusikerInnen, die an diesem Tag auf der Bühne standen. Sie wollten mit ihrem Stück über Selbstmordanschläge ein Zeichen setzen gegen den Terror, der ihre Gesellschaft zerfrisst. Jetzt sind sie selbst vor Angst gelähmt. Jemals wieder Theater spielen? Nicht vorstellbar. Als Musiker berühmt werden? Viel zu gefährlich.
Erst als der Schock der Gewalt sie ein zweites Mal trifft, entscheiden die KünstlerInnen, sich mit aller Kraft ihrer Ohnmacht entgegenzustellen. Sie radikalisieren sich künstlerisch und beginnen so, ihr Trauma zu besiegen. Die Regisseure Niklas Schenck und Ronja von Wurmb-Seibel haben 2014 in Kabul gelebt. Ihr Umzug zurück nach Deutschland fiel auf den Tag des Anschlags. TRUE WARRIORS zeigt, dass wir dem Terror mehr entgegensetzen müssen als Hass und Angst.



So 23.09. 18 Uhr
Nach der Filmvorführung findet ein Gespräch mit Niklas Schenck (Regisseur), mit Homan Wesa (Schauspieler) und Thomas Ruttig (Co-Direktor von Afghanistan Aanlysts Network (AAN)) statt. Reservierungen sind per E-Mail unter fischer@gladhouse.de oder telefonisch unter 0355/380 2430 möglich.
Eine gemeinsame Veranstaltung von FilmFestival Cottbus und OBENKINO in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.