September 2018 >
Do Fr Sa So Mo Di Mi
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930   
       

 

 


 



 

DDR 1990, 97 Min, FSK: ab 12 Jahren
Regie und Kamera: Jürgen Brauer
Musik: Ralf Hoyer
DarstellerInnen: Dagmar Manzel, Frank Stieren, Winfried Glatzeder, Eberhard Kirchberg, Christa Pasemamm

 

Literarische Vorlage: Roman von Jurij Koch „Augenoperation“

 

Nach der Filmvorstellung findet ein Gespräch mit Jurij Koch statt.
Moderation: Dr. Grit Lemke

 

Do 11.01. 19 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung
von FilmFestival Cottbus und OBENKINO.

Eintritt: 6 € / 4,50 €

 

 

Der siebzehnjährige Junge, Gerat Lauter, wird auf einer Müllkippe zusammengeschlagen und in Kalklauge gestoßen. Im Hintergrund, auf einem Fernsehbildschirm, Aufnahmen von den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR 1989, dem letzten des Landes. Gerat wird mit verätzten Augen, fast blind, zum Arzt gebracht, eine Operation ist notwendig ...
Im Krankenhaus erinnert er sich an vorangegangene Ereignisse: Gerat bewirbt sich um eine Lehrstelle als Montageschlosser. Seine ungewöhnliche, weil wahrheitsgetreue Begründung stößt auf Unverständnis. Sie bringt ihn mit seinem Vater auseinander und mit seiner jungen Lehrerin Claudia zusammen. Diese besorgt ihm ein möbliertes Zimmer; die Lehrstelle bekommt er aber nicht. Er liebt Claudia und er gefällt ihr, doch auf ein Verhältnis mit dem Jungen lässt sich die verheiratete Frau nicht ein. Gerat findet Arbeit bei der Stadtwirtschaft, auf einer Müllkippe. Dort schiebt er Müll zusammen und verweigert sich den Privatgeschäften seiner Kollegen. Plötzlich kommt Claudia doch zu ihm. Sie erleben einen kurzen Augenblick des Glücks, dann erfährt Gerat, dass ein altes Gasometer, dessen Stahlkonstruktion ihn schon immer fasziniert hat, von seinen Kollegen und Claudias Mann verladen wird. Der Staat hat es in den Westen verkauft. Gerat will den Abtransport stoppen, Claudia lässt ihn im Stich. Mit einem Bagger blockiert er die Gleise. Seine Kollegen, Claudias Mann und Polizist Raupe schlagen ihn zusammen ...

 

(Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg.
DEFA-Spielfilme 1946-1992)