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Bundesweiter Dokumentarfilmtag Let`s Dok

HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE


BRD 2021, 217 Min, FSK: ab 0 Jahren
Regie: Maria Speth Kamera: Reinhold Vorschneider
Mitwirkende: Dieter Bachmann, Aynur Bal, Önder Cavdar und
die Schüler*innen der Klassen 6b und 6f der Georg-Büchner-Gesamtschule in
Stadtallendorf, Nordhessen

 

Lehrer Bachmann und seine Klasse 6b. Eine Klasse von Zwölf- bis Vierzehnjährigen. Die Eingangsstufe einer Gesamtschule. Alle Leistungsstufen sind noch in einem Klassenverband vereint. Am Ende des Schuljahres erfolgt die Teilung in drei Schulzweige. Viele Schüler*innen stammen aus Familien mit einer Migrationsgeschichte aus insgesamt neun Ländern. Ein Konglomerat unterschiedlichster Kulturen als Folge einer globalisierten Welt. Die Schule macht den Kindern klar, was die Gesellschaft von ihnen erwartet: Leistung. Für die Schüler*innen geht es darum, wie sie diese Herausforderung überstehen. Mit Stolz, Überheblichkeit, Angst oder dem Gefühl der Minderwertigkeit. Es geht um die Ausbildung ihrer Identität als einzelne Persönlichkeiten. Aber auch ihrer Genderrolle und ihrer nationalen oder kulturellen Zugehörigkeit.
Im Hintergrund „große“ Fragen. Was kann Schule unter diesen Bedingungen erreichen? Hat die Herkunft einen Einfluss auf die Leistungseinstufung? Kann Schule dazu beitragen, Ausgrenzung und Marginalisierung zu vermeiden?
In diesem sozialen Umfeld arbeitet seit siebzehn Jahren „Herr“ Bachmann als Klassenlehrer. Seine Art des Unterrichtens gibt auf diese Fragen sehr besondere Antworten. Er ist ein ehemaliger Revoluzzer, Aussteiger, Folksänger, Bildhauer. Für ihn ist das Wichtigste, jedem Kind zu vermitteln, dass es wertvoll ist, dass es jemand ist und nicht nichts. Jeder hat Fähigkeiten.
Die Berlinale-Jury 2021 hat die Langzeitdokumentation „Herr Bachmann und seine Klasse“ mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und der Film gewann auch den Publikumspreis.



So 19.09. 17 Uhr