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Cinéfête 21 – Das 21. französische Jugendfilmfestival
auf Tournee durch Deutschland im März



Das 21. französische Jugendfilmfestival auf Tournee, geplant vom 01.03. bis 10.03.2021 wird verschoben. Ein neuer Termin wird demnächst bekannt gegeben.



Wege zur Selbstverwirklichung ist das Thema des diesjährigen französischsprachigen Filmfestival Cinéfête 21. Die Zeit der Jugend ist für die Protagonist*innen der Filme die erste große Phase des Suchens und Findens, zu sich selbst, ihren Zielen und Träumen, aber auch in ihrem eigenen Lebemsumfeld. Davon erzählen die Filme der 21. Cinéfête. In „100 Kilo Sterne“ („100 kilos d'étoiles“) werden die 16-jährige Loïs und ihre Freundinnen auf eine abenteuerliche Reise durch Frankreich geschickt und das (Zusammen-) Leben mit mentalen oder körperlichen Handicaps thematisiert. Oder die Geschichte von Thomas, der in „Der Junge mit den Wildgänsen“ („Donne-moi des ailes“) einen Weg zurück vom schnellen, vernetzten Stadtleben zur Schönheit der Natur findet. Dass man trotz jugendlicher Leichtigkeit auch große Verantwortung übernehmen kann, zeigt uns Théo in „Lügen haben kurze Beine“ („Fourmi“). Er ist fest entschlossen, seinem Vater aus einer tiefen Krise zu helfen, selbst wenn er dabei nicht immer ehrlich bleiben kann. Doch mit der Jugend hört das Suchen nach dem Sinn und Zweck des Lebens nicht auf, wie man an den erwachsenen Protagonist*innen sieht. Bruno und Malik haben sich der Arbeit mit autistischen Jugendlichen gewidmet. „Alles außer gewöhnlich“ („Hors Normes“) gibt einen Einblick in ihr Leben und veranschaulicht sehr deutlich, dass man selbst als Erwachsener manchmal neue Wege gehen muss. So geht es auch den Frauen im „L'Envol“, der Obdachloseneinrichtung in „Der Glanz der Unsichtbaren“ („Les invisibles“), die wegen Unrentabilität geschlossen werden soll. In nur drei Monaten müssen die Frauen miteinander lernen, wieder einen sicheren Platz in der Gesellschaft zu finden. Sehr unterschiedlich und doch sehr ähnlich sind die Protagonisten-Duos in „Yao“ und „Le Voyage du Prince“. Hier treffen Charaktere aus verschiedenen Generationen aufeinander, zum Teil sogar aus verschiedenen Welten. Auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt wird ihnen vor allem eines klar, dass man voneinander und von anderen Kulturen lernen kann.

© Cinéfête

Le Voyage du Prince


Frk/Lux 2019, 77 Min
Regie: Jean-François Laguionie, Xavier Picard
Altersempfehlung: ab 6 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Träume und Ziele, Freundschaft, Kultur, Utopie/Dystopie, Ausländer, Soziales/Zusammenleben, Migration, Integration, Verfolgung/Vertreibung
Genre: Fantasy, Animationsfilm, Drama, Abenteuer
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands

Verletzt und desorientiert wacht der Prinz am Ufer eines unbekannten Meeres auf. Gefunden wird er vom 12-jährigen Tom, der von dem fremden Gast fasziniert ist und sich schnell mit ihm anfreundet. Zusammen machen sich beide auf eine abenteuerliche Reise. Dabei entdeckt der andersartige Prinz eine komplett neue Zivilisation, die voller wundersamer Eindrücke ist, aber auch einige Gefahren in sich birgt ...
Die französische Tradition von Comics und gezeichneten/animierten Geschichten ist weltweit berühmt und beliebt und seit Jahren natürlich auch Teil der Cinéfête. In „Le Voyage du Prince“ entwerfen Jean-François Laguionie und Xavier Picard eine komplexe Geschichte, die Zuschauer*innen nahezu aller Altersklassen verzaubern kann.


Mo 01.03. 8.30 Uhr
Do 04.03. 11 Uhr
Fr 05.03. 10.45 Uhr
Mi 10.03. 16 Uhr

© Cinéfête

Der Junge und die Wildgänse - Donne-moi des ailes


Frk/Nor 2019, 113 Min
Regie: Nicolas Vanier
Altersempfehlung: ab 9 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Familie, Tiere, Soziales/Zusammenleben, Jugend
Genre: Abenteuerfilm
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


Voller Unmut denkt Thomas an den kommenden Sommer. Er soll ihn bei seinem Vater verbringen, einem umweltbewussten Tierschützer, der auf dem Land lebt. Entsprechend „dick“ ist die Luft zwischen Vater und Sohn zu Beginn ihres Zusammentreffens. Aber beide nähern sich allmählich einander an, als Thomas anfängt, sich für das Projekt seines Vaters zu interessieren: Die Rettung einer gefährdeten Spezies Wildgänse. Ehe er es sich versieht, befindet sich Thomas auf einer abenteuerlichen Reise quer durch Europa, über Land und sogar durch die Luft ...
Das Abenteuer von Vater und Sohn, das auf einer wahren Begebenheit basiert, zeigt eine Jugend, die zwischen Internet, Digitalisierung und modernem Lebensstil den Anschluss an die Natur verloren hat. In einer ebenso emotionalen wie amüsanten Geschichte findet Thomas nicht nur einen Zugang zu seinem Vater, sondern auch eine Aufgabe, die sein Leben verändert. Regisseur und Co-Autor Nicolas Vanier war zuletzt mit „Belle et Sébastien“ in der Cinéfête vertreten.


Mo 01.03. 10.30 Uhr
Do 04.03. 8.15 Uhr
Mi 08.03. 13 Uhr
Mi 10.03. 8.30 Uhr

© Cinéfête

Yao - Yao


Frk/Sen 2018, 103 Min
Regie: Philippe Godeau
Altersempfehlung: ab 10 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Familie, Träume und Ziele, Religion und Tradition, Freundschaft, Kultur, Ausländer, Migration, Soziales/Zusammenleben
Genre: Drama, Komödie, Abenteuer
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


Der 13-jährige Yao verlässt sein Dorf auf eigene Faust, um nach Dakar zu reisen und sein großes Vorbild zu treffen, einen französischen Schauspieler mit senegalesischen Wurzeln. In der Hauptstadt bringt ein glücklicher Zufall die beiden zusammen und der Schauspieler Seydou Tall ist schnell gerührt und beeindruckt von seinem Bewunderer. Spontan entscheidet er, Yao auf dem Rückweg in sein Heimatdorf zu begleiten. Es folgt eine Reise, auf der das ungleiche Duo viel übereinander lernt, aber auch über das Leben selbst ...
Was bedeutet Herkunft? Was bedeutet Rückkehr? Regisseur Philippe Godeau schickt sein ungewöhnliches Charakter-Duo auf eine aberwitzige Reise durch den Senegal und liefert dabei nicht nur Spaß, sondern auch einen komplexen Blick auf eine besondere kulturelle Dynamik.


Mo 01.03. 13 Uhr
Mi 03.03. 8.30 Uhr
Di 09.03.10.45 Uhr
Mi 10.03. 13.30 Uhr

© Cinéfête

Lügen haben kurze Beine - Fourmi


Bel/Frk 2019, 105 Min
Regie: Julien Rappeneau
Altersempfehlung: ab 11 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Familie, Träume und Ziele, Arbeit, Soziales/Zusammenleben, Selbstvertrauen, Jugend, Psychische Krankheit
Genre: Drama, Komödie, Coming-Of-Age
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


Théos Vater Laurent geht es nicht gut. Seit er seinen Job verloren und sich von seiner Frau getrennt hat, hat er sein Leben nicht mehr im Griff. Immer öfter trinkt er zu viel und pöbelt herum, sogar bei den Fußballspielen seines Sohnes. Als es den Anschein hat, dass Théo für die Jugendmannschaft des FC Arsenal rekrutiert wird, wirkt Laurent wie ausgewechselt und ist plötzlich wie früher. Darauf möchte Théo auf keinen Fall verzichten, selbst nachdem die Absage vom Verein kommt ...
Der spanische Comic von Mario Torrecillas und Artur La Perla, mit seiner jugendgerechte Herangehensweise an schwierige Themen, bildet die Grundlage für den Film „Fourmi“. Für die Leinwand hat Regisseur Julien Rappeneau einen ähnlichen Ansatz gefunden, er untersucht die moralischen Grundlagen von kleinen, "weißen" Lügen und zeigt einen jungen Protagonisten, der zu früh zu viel Verantwortung übernehmen muss.


Mo 01.03. 15.15 Uhr
Mi 03.03. 11 Uhr
Fr 05.03. 8.15 Uhr
Di 09.03. 13 Uhr

© Cinéfête

100 Kilo Sterne - 100 kilos d'étoiles


Frk 2018, 88 Min
Regie: Marie-Sophie Chambon
Altersempfehlung: ab 12 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Träume und Ziele, Familie, Freundschaft, Technik, Psychische Krankheit, Integration, Bewegungsbehinderung, Selbstvertrauen
Genre: Drama, Komödie
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


Seit ihrer Kindheit interessiert sich die 16-jährige Loïs für Physik und den Weltraum und träumt davon, Astronautin zu werden. Leider ist sie, genau wie ihre Mutter, stark übergewichtig. Obwohl ihre Eltern und Lehrer ihr wenig Hoffnung machen, ist Loïs fest entschlossen, an einem Physikwettbewerb teilzunehmen und einen Flug unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit zu gewinnen. Dafür nimmt sie die Hilfe ihrer drei neuen Freundinnen Amélie, Stannah und Justine in Anspruch. Gemeinsam beginnen sie eine kühne, improvisierte Reise durch Frankreich mit dem Ziel, Loïs' Traum zu verwirklichen.
Dieser frankophone Roadtrip zu den Sternen wurde von der Filmemacherin Marie-Sophie Chambon geschrieben und inszeniert. Es ist ihr erster Langspielfilm. Seit 2018 war „100 kilos d'étoiles“ auf zahlreichen Jugendfilmfestivals zu sehen, z. B. auf dem Filmfest-Hamburg oder dem „Schlingel-Film-Festival“ in Chemnitz.


Di 02.03. 8.30 Uhr
Mi 03.03. 13.30 Uhr
Mo 08.03. 11 Uhr
Di 09.03. 15.30 Uhr

© Cinéfête

Der Glanz der Unsichtbaren - Les invisibles


Frk 2018, 102 Min
Regie: Louis-Julien Petit
Altersempfehlung: ab 13 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Rollenverhalten/Emanzipation, Träume und Ziele, Freundschaft, Verlust, Arbeit, Soziales/Zusammenleben, Integration, Selbstvertrauen
Genre: Drama, Komödie
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


Lady Di, Edith Piaf, Salma Hayek, Brigitte Macron: Die meisten der Besucherinnen des Tageszentrums für wohnungslose Frauen „L’Envol“ benennen sich nach prominenten Vorbildern. Doch das „L’Envol“, einziger Ankerpunkt ihres prekären Alltags, steht vor der Schließung - nicht effektiv genug, hat die Stadtverwaltung beschieden. Drei Monate bleiben den Sozialarbeiterinnen Manu, Audrey, Hélène und Angélique, um ihren Schützlingen wieder auf die Beine zu helfen. Und die ziehen kräftig mit. Nachdem die Stadt auch noch ein Zeltcamp am Sportplatz räumen lässt, wird das „L’Envol“ zur heimlichen Unterkunft, in der Betreuerinnen und Betreute mit ungeahntem Schwung ganz eigene Wege und Methoden zur Reintegration entwickeln. Tricks, Schwindeleien, alte und neue Freunde: Von jetzt an sind alle Mittel erlaubt …
„Der Glanz der Unsichtbaren“ erzählt von Frauen, die in äußerst prekären Umständen leben, und er tut das voller Humor und Zärtlichkeit, ohne zu beschönigen oder in Elendsvoyeurismus zu verfallen. Wir wollten jede Form von Voyeurismus vermeiden und das Versprechen halten, das ich am Anfang gegeben hatte: Dass dies ein Film voller starker und schöner Frauen werden würde … Ich wollte die Rollen der wohnungslosen Frauen mit nicht-professionellen Darstellerinnen besetzen … Der Frauenanteil unter den Obdachlosen in Frankreich liegt, was kaum jemand weiß, bei 40-%. Wir bekommen das oft nicht mit – auch weil die Frauen sich verstecken, um vor der Gewalt der Straße geschützt zu sein. Sie tarnen sich, sie werden sozusagen unsichtbar.“ (Presseheft, Produktionsnotizen)


Di 02.03. 10.30 Uhr
Do 04.03. 13 Uhr
Mo 08.03. 15.30 Uhr
Di 09.03. 8.15 Uhr

© Cinéfête

Alles außer gewöhnlich - Hors Normes


Frk/Bel 2019, 114 Min
Regie: Olivier Nakache, Éric Toledano
Altersempfehlung: ab 15 Jahren Schulfach: Französisch
Schlagwort: Familie, Freundschaft, Arbeit, Psychische Krankheit, Soziales/Zusammenleben, Bewegungsbehinderung, Banlieue, Selbstvertrauen, Integration
Genre: Drama, Komödie
Sprachfassung: Französisch mit deutschen Untertiteln - Français avec sous-titres allemands


„Alles außer gewöhnlich“ erzählt die Geschichte von zwei Männern, die von dem Willen beseelt sind, die Welt für sich und für andere besser zu machen. Bei ihrer Arbeit mit autistischen jungen Menschen und ihren Betreuern vollbringen Bruno und Malik tagtäglich kleine Wunder: Mit viel Engagement, Feingefühl und Humor gelingt es den beiden, aus vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten eine Gemeinschaft zu formen, in der jeder Einzelne die Chance bekommt, über sich hinauszuwachsen.
In ihrem Projekt „Alles außer gewöhnlich“ geben die Regisseure zwei Helden des Alltags eine Bühne, die unter Beweis stellen, dass jeder Einzelne von uns seinen Beitrag dazu leisten kann, unsere Gesellschaft menschlicher zu machen. Für ihre unterhaltsame und aufrüttelnde Sozialkomödie konnten die Filmemacher von „Ziemlich beste Freunde“, „Heute bin ich Samba“ und „Das Leben ist ein Fest“ mit Vincent Cassel und Reda Kateb zwei exzellente französische Charakterdarsteller gewinnen.


Di 02.03. 12.30 Uhr
Do 04.03. 15 Uhr
Mo 08.03. 8.30 Uhr
Mi 10.03. 11 Uhr

Anmeldungen für die Vorstellungen sind auf der entsprechenden Faxvorlage möglich.
Der Eintritt beträgt 3,50 Euro für Kinder und Jugendliche.
Alle Filme werden in französischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. (Français avec sous-titres allemands)

Kontakt:
Jugendkulturzentrum Glad House/OBENKINO
Straße der Jugend 16
03046 Cottbus
Telefon: 0355/ 380 24 30/31, Fax: 0355/ 380 24 10, E-Mail: obenkino@gladhouse.de
www.obenkino.de

Alle Vorstellungen finden im OBENKINO/Jugendkulturzentrum Glad House, Straße der Jugend 16, 03046 Cottbus, statt. (Telefon: 0355/ 380 24 30, Fax: 0355/ 380 24 10, E-Mail: obenkino@gladhouse.de) www.obenkino.de